Nach weiteren 4 Stunden im Bus und Taxi war unser Ziel zum Greifen nah: Der Ort Legian in der Nähe des balinesischen Ballermann (Kuta). Von Freitag bis Montag stand also nur Sonne, Strand, Alkohol, Essen und Schlafen auf dem Programm. Leider aber auch ab Samstagabend Sonnenbrand! 



Nach diesen „entspannten“ Tagen sind wir wieder bereit für neue Abenteuer! Ubud wir kommen!
Die Hardcore Vulkantour
Da wir sowohl den Vulkan Bromo als auch den Ijen sehen wollten, stellte sich für uns eine kombinierte Tour als das Optimum heraus. Sie begann in Yogyakarta und endete in Ketapang (Fährhafen Richtung Bali). Dazwischen steckte jede Menge Spaß, Busfahrten, Wanderungen….
Am Mittwoch ging es erstmal mit dem Minibus von Yogyakarta zum Hotel am Rande des Vulkans Bromo, diese Fahrt dauerte sage und schreibe 13 Stunden! für gerade mal 380 Kilometer ! Das Straßensystem auf Java kennt keine Autobahnen und Schnellstraßen, dass macht wirklich jeder Fahrt zur Geduldsprobe. Auch hat man teilweise nicht das Gefühl, die Leute würden bei diesem kranken Fahrstil auch nur ein bisschen an ihrem Leben hängen.
Nach einer kurzen Nacht ging es um 3:45 Uhr mit dem Jeep zum Sonnenaufgang auf eine Plattform in der Nähe des Vulkans Bromo:




und anschließender Kraterbesteigung:



Zwischen dem Bromo und Ijen lagen noch einmal 6 Stunden Fahrt mit dem Minibus, diese war jedoch nochmal einige Kategorien schlechter. Nach einem solch anstrengenden Tag fällt man wirklich todmüde ins Bett. Aber das war auch gut so, denn am Freitag ertönte der Wecker bereits um 0:30 Uhr!!! Grund: Das blaue Feuer des Ijen Vulkans. Um die gesundheitlichen Schäden des Ausflugs so gering wie möglich zu halten, haben wir uns für Gasmasken entschieden die man bei zahlreichen Ständen auf dem Weg zum Vulkan mieten kann. Im Gegensatz zum Donnerstag ging es bei diesem Aufstieg richtig zur Sache. Da im Vulkan Schwefel abgebaut wird waren um ca. 3 Uhr, als wird den Krater des Vulkans erreicht hatten, auch bereits Arbeiter unterwegs. Der absolute Horror-Knochen-Job !! Die Arbeiter tragen über 40 Kilogramm Schwefel, der sich durch ein Rohrsystem am Rande des Kratersee ansammelt, bis an den Fuße des Vulkans und das teilweise ohne Mundschutz oder Schutzbrille. Der Schwefel-Ausstoß war an diesem Tag so heftig, dass der Kratersee nahezu die ganze Zeit im Verborgenen lag. 





Aufgrund des Schlafmangels musste Steffen doch den ein oder anderen launischen Simon auf dieser Tour ertragen, was er aber aus meiner Sicht sehr gut weggesteckt hat.
Da wir ja so extrem früh gestartet sind waren wir bereits um kurz nach 10 Uhr auf der Fähre Richtung Bali. Dieses war übrigens das langsamste Boot, das ich jemals in meinem Leben gefahren bin (außer eventuell als wir mit dem Schlauchboot auf dem Neckar unterwegs waren). Doch Geschwindigkeit hin oder her, „Wir sind auf Bali“!!
