Nach der Rückkehr in Bogotá gab es nur ein Ziel: Meinen Rucksack, der aufgrund von Zeitdruck bei der Polizei bleiben musste, wieder zurückzubekommen!
Für die Aushändigung des Rucksacks mußten einige Papiere ausgefüllt werden, was jedoch aufgrund des anstehenden Fluges am 12. Februar nicht möglich war. Mein größtes Problem war jedoch, dass ich weder Papiere zu dem Fall hatte, noch eine Ahnung, in welchem Polizeirevier mein Rucksack untergebracht sein konnte. Deshalb machte ich mich zu erst auf den Weg zu dem Polizeirevier, das meine Aussage aufgenommen hatte. Dort war jedoch nicht mal ein Bericht zu diesem Fall verfasst worden. Deshalb schickten sie mich erstmal an ein anderes Polizeirevier! Total sinnlos! Am Mittwoch bin ich dann nochmal hin und dieses mal hatte ich Glück, da eine Einheit der Touristen-Polizei im Haus war, die alle perfekt englisch konnten! Sie haben sich ab diesem Zeitpunkt für mich verantwortlich gefühlt! Da es jedoch der gesamten Polizei in Bogotá an Autos mangelt und ihnen Taxi fahren nicht gestattet ist, musste ich am nächsten Tag um 9:00 Uhr wieder kommen um zur Staatsanwaltschaft zu fahren, da hier laut Datenbank der Rucksack sein müsste.
Am Donnerstag ging es dann zur Staatsanwaltschaft! Der Staatsanwalt war jedoch donnerstags nicht da ! Also am Freitag nochmal hin um 9:00 Uhr und die selbe Prozedur noch einmal! Der Staatsanwalt hat dann die zuständigen Polizisten her beordert, was natürlich auch wieder Stunden gedauert hat! Nun war das gesamte Team zusammen und mein Rucksack konnte gefunden werden! 
Es fehlten jedoch meine USB-Sticks und SD Karten auf denen die Bilder der ersten 2,5 Monate lagern!
Also unglaubliche 4 Tage bei Polizei und Staatsanwaltschaft verbracht um einen Rucksack wieder zu bekommen und dann ist er noch nicht mal vollständig!
Am Abend ging es dann – um Abstand von Bogotá zu gewinnen – nach Medellín! 10 Stunden Fahrt mit dem Nachtbus.

