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Kutaissi

Einen ersten Kontakt mit Kutaissi gab es am Mittwochabend!

Auf dem Flug nach Mazedonien vor einigen Wochen habe ich im Airline Magazin von einer Stadt in Georgien gelesen, welche für den öffentlichen Verkehr über 20 Seilbahnen aus sowjet Zeiten bereitstellt. Das musste ich gesehen und vor allem erlebt haben. Also am Donnerstag nichts wie hin nach Tschiatura!





Auf der Fahrt in die Stadt erfuhren wir, dass die meisten Gondeln komplett stillgelegt sind, aufgrund von Sicherheitsproblemen! Ein paar weitere werden gerade einer Wartung unterzogen, jedoch sagte man uns, dass zumindest mal zwei Lifte in Betrieb seien. Also direkt zur Talstation und dann kostenlos! hoch auf den Berg. Das fühlt sich so wahnsinnig cool an, dass es Leute schaffen, diese Museumsstücke am laufen zu halten!






Was für eine unglaublich neue Erfahrung!

Ganz in der Nähe der Stadt gab es noch ein landschaftliches Highlight zu bestaunen, der Katshki-Felsen mit obenliegenden Kloster!




Ein Aufstieg war leider nicht möglich!

Heute gebe ich mal ein Kostenüberblick wie günstig ein Tag in Georgien sein kann:

Maschrutka von Kutaissi nach Chiatura 6 Lari
2× 1,5 Liter Wasser 2×1 = 2 Lari
1 x 0,5 Liter Cola = 1 Lari
Katchapuri Atachruli und Cola = 8 Lari
Taxi zum Katshki Felsen 15/3 = 5 Lari
Taxi nach Sestaponi = 20/3 = 7 Lari
Maschrutka von Sestaponi nach Kutaissi 2 Lari
griechischer Salat mit Cola 10 Lari
Eine Übernachtung im Hostel 10 Lari
Bier 0,5 Dose 3 Lari

An einem Tag 54 Lari = 21 Euro

Am Freitag morgen geht’s ab an das Schwarze Meer nach Batumi!

Ushgulli im Kaukasus

Nach einer hervorragenden Nacht im Zug weiteren 3 Stunden im Minibus und abschließende 2 Stunden im Jeep waren wir endlich da. Unsere neue Heimat: Ushgulli! Den restlichen Tag verbrachten wir damit, die vier Teilorte der Gemeinde zu besichtigen. Einfach unglaublich schön und man fühlt sich hier, als wäre die Zeit vor hunderten Jahren stehen geblieben.





Das Schchara ist der höchste Berg Georgiens und dessen Gletscher war das Ziel der Wanderung am Dienstag.






Eine Kombination aus Regen und leichtem Hagel hatte uns auf den letzten Metern vor dem Gletscher noch zum Umkehren gebracht. Es war uns auf der einen Seite zu gefährlich mit all den rutschigen Steinen und auf der anderen Seite bringt es ja sowieso nichts, wenn man das Ziel aufgrund des schlechten Wetters nicht genießen kann.

Maximal eine Stunde später hat abermals das Wetter umgeschlagen! Die Klamotten waren eh nass; wieso also nicht einfach im Gebirgsfluss baden?

Sieht man mir an, wie kalt das Wasser war?

Am Mittwoch haben wir uns ein maßgeschneidertes Programm zusammengestellt: Anstatt die normale Straße über Mestia nach Kutaissi zu benutzen, haben wir uns für eine Off-Road Strecke über Lentechi entschieden. Mit 37 Jahre geballter Off-Road Erfahrung am Steuer konnte der Spaß beginnen.
Der erste Teil der Strecke war in echt schlechtem Zustand, die Aussicht jedoch war hervorragend!




Nach ca.15 Kilometern jedoch passierte etwas unglaubliches: Das Auto sitzt auf einem Stein auf. Man hört ein extrem lautes Geräusch und den Fahrer fluchen. Wir halten an und es sah im ersten Moment aus, als ob der komplette Unterboden aufgerissen war. Es tropfte auch Öl heraus. Glücklicherweise hörte es gleich wieder auf und die Fahrt konnte fortgesetzt werden. Wir haben uns im nachhinein gefragt, ob das Auto nicht einfach schon immer undicht war.

Nach 3,5 Stunden oder ca 40 Kilometer Schotter/Dreckpiste war der abenteuerliche Teil der Strecke absolviert. Die restlichen 120 Kilometer konnte man entspannt auf Asphalt genießen; wenn auch mit ein paar Kühen im Weg!