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Osterinsel

Nach unglaublichen Tagen in Rio de Janeiro ging es – über Santiago – auf die Osterinsel! Mitten im Pazifik! Mehr als 4000 km entfernt von der nächstgelegenen Insel oder dem Festland!

Als ich am Hostel angekommen bin, stieg im gleichen Moment ein junge Dame aus einem anderen Taxi aus! Wie sich nachher raus stellte, hatte sie den selben Flug auf die Insel wie ich, den selben Flug zurück aufs Festland und sie ist im selben Hostel untergebracht wie ich. Beide total motiviert, sind wir am Donnerstag gleich zusammen los und haben den Vulkan Ran Kau und den historischen Ort Orongo besichtigt, in dem der nächste Stammesführer auserwählt wurde. Rund um den Krater war der Wind extrem stark, sodass wir teilweise richtig kämpfen mussten, um vorwärts zu kommen!




Am Freitag mieteten wir dann Fahrräder, um die Nordküste der Insel unsicher zu machen..:) Eigentlich war ein Roller angedacht, dies war mir jedoch zu unsicher, da es auf der kompletten Insel keine Autovermietung mit Versicherung gab!

Als wir dann an ein paar Stellen mit den Fahrrad angehalten haben mussten wir feststellen, dass die ganze Insel mit Moais (Steinfiguren) und Trümmerfeldern übersät ist. Da wir aber oft den Hintergrund gar nicht kennen sind wir einfach, ohne drüber nachzudenken, an viele wichtigen Dingen vorbeigefahren. Wir haben uns angesichts dessen für den anschließenden Tag für eine geführte Tour entschieden!


Als wir am Morgen gestartet sind, ahnte ich bereits böses! Ein Costa Schiff stand im Hafen! Das ist mehr oder weniger der Albtraum jedes Reisenden! Denn die 3000 Leute, die das Schiff aufnimmt, müssen ja irgendwie auf der Insel verteilt werden und: Das ist unmöglich, da keine der Sehenswürdigkeiten für eine solche Menschenmenge ausgelegt ist. Somit wurden wir den ganzen Tag von riesigen Massen von Senioren umzingelt.

In dieser Tour haben wir uns die Hauptsehenswürdigkeiten der Südküste angeschaut.
Besonders bemerkenswert war für mich die Produktionsstätte der Moais in einem Vulkankrater!





Das zweite Highlight waren die 15 restaurierten Moais!

Desweiteren stoppten wir an einem Magnetischen Stein und der Abschluss war an einem Strand namens Anakenabeach.

Diese Tour war ihr Geld wirklich wert, da hier viele wichtige Informationen geliefert wurden, die sonst auf der Strecke geblieben wären.

Jeden Abend ging es nach Tahai um den Sonnenuntergang zu sehen, wirklich toll war dieser jedoch nur am Samstag!
Aber: Besser einmal als keinmal!

Aufgrund eines Tips bin ich am Sonntagmorgen in die Kirche von Hanga Roa, da hier die Einheimischen ihre tollen Gesänge und Instrumente aufführen! Richtig toll!

Den restlichen Sonntag habe ich noch entspannt und einfach die Insel genossen!

Am Montag morgen sollte dann vor dem Rückflug das letzte Highlight kommen, der Sonnenaufgang an den 15 Moais. Dies wurde jedoch von den Wolken ein wenig zur nichte gemacht! Aber was soll es, war trotzdem cool 🙂

Anschließend geht es dann vom abgelegensten Flughafen der Welt zurück über Santiago nach Bogotá.

Rio de Janeiro und der Karneval

Anfangs wollte ich Rio de Janeiro schon im November direkt im Anschluss an São Paulo besichtigen. Dieser Plan hatte jedoch einen ganz großen Nachteil: Ich hätte das größte Festival der Welt verpasst, den Karneval in Rio! Da ich dieses Spektakel jedoch nicht verpassen wollte und die Flüge äußerst preiswert waren, stand der Flugbuchung nichts mehr im Wege.

Da ich bereits in Panama jemanden kennengelernt habe, der in der Nähe meines Hostel in Rio wohnt, war die Ankunft in der Stadt sehr relaxt; da er mich bereits über alles wichtige, d.h. Busse usw. informiert hatte. Am ersten Mittag hab ich mich dann mit ihm getroffen. Er hat mir dann ein wenig das Viertel gezeigt, in dem mein Hostel war. Dabei konnte ich auch bereits einen ersten Blick auf die Cristostatue erhaschen.

Nach ein paar Stunden Schlaf ging es dann schon am ersten Abend ab in das pulsierende Nachtleben von Rio!

Der Samstag stand ganz im Namen der sogenannten „Bloccos“. Das sind Karneval-Paraden bei der nur eine Zeit und ein Ort genannt wird an dem die Parade beginnt. Es wird jedoch nicht gesagt, wohin sie sich bewegt. Somit wird eine feiernde Menschenmasse erzeugt, die sich den Weg durch das ganze Viertel bahnt. An diesem Tag war ich gleich auf 3 dieser Paraden, um 8Uhr, 15Uhr und 21Uhr und jede stand unter einem anderen Motto und ist daher total einzigartig.
Da alle Leute natürlich immer verkleidet sind, habe ich mich zuerst an der Hostel-Verkleidungskiste bedient und ein gelbgrünes T-Shirt bzw. Hut mit brasilianischer Flagge getragen. Ziemlich einfallslos aber besser als nichts dachte ich mir ..:)








Am Sonntagmorgen ging es dann mit der Seilbahn auf den Zuckerhut.
Was soll man hierzu noch sagen! Einfach total einzigartig und unvergesslich!




Nach einer Dosis Schlaf konnte das nächste Abenteuer beginnen. Ich hatte Karten für das Sambodrome für Sonntagabend gekauft! Sie ist die größte Sambaparade und wird von den besten Sambaschulen Rios durchgefùhrt. Jede der Gruppen hat 1 Stunde und 10 Minuten Zeit um die Jury von ihren Qualitäten zu überzeugen. Insgesamt geht die Parade von 21-4:30Uhr! Da jedoch jeder überzieht, ist ein Ende vor 6 Uhr nicht denkbar. Ein Lärmschutz-Gesetz kann es in Rio auch nicht geben, da es während der ganzen Parade Feuerwerke rund um das Stadion gab. Nachdem wir jedoch 3 oder 4 Gruppen gesehen haben, war es auch genug für den Abend und somit traten wir gegen 4 Uhr den Rückweg an.
Was für ein Tag!




Nach einer etwas längeren Nacht ging es dann am Montag mit der Zahnradbahn auf den Corcovado, um die Cristo Statue zu besichtigen. Zuerst schien es so, als ob das Wetter mich das erste mal total hängen lassen würde, da ich bei der Ankunft nicht einmal die Statue erkennen konnte.

Plötzlich jedoch hat sich die Wolke verabschiedet und die Statue in ihrer vollen Pracht gezeigt. Wow!

Da ich ja bereits am Samstag unzufrieden mit meiner Kleidung war und zwei aus dem Hostel ein ganzes Reservat an Karneval Kostümen hatten, wurde ich von ihnen ausgestattet.
Dies war das Resultat:

Den Dienstagmorgen verbrachte ich am sehr bekannten Copacabana-Strand!

Da ich die bekannten Lapa-Treppen bisher immer nur nachts zum Feiern besucht hatte wollte ich sie am Dienstag auch noch bei Tageslicht besichtigen!

Nach der Besichtigung der Treppen haben wir dann noch ein ganz besonderen Orchestra Blocco angeschaut


Den Karneval ließen wir dann am Dienstag abend in einem Club ausklingen. Standesgemäß mit Frauenkleidung, so wie sich das gehört..:)

Heute, am Mittwoch, habe ich dann noch ein wenig an der Strandpromenade relaxt bevor es gegen 17Uhr wieder auf den Flughafen ging! Nächster Stopp: Osterinsel!